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Aufwachen und losfahren

Hallo Welt! Mich packt das Fernweh mal wieder. Ich will einfach nur weg hier... weit weg..irgendwo hin, wo es nicht so laut ist, so voll mit Menschen, die nur noch dem Konsum hinterherjagen. Das ödet mich an und ist meiner Meinung nach sowas von sinnfrei... es geht doch nicht um Dinge..es geht um Menschen im Leben..naja..das sollte es zumindest. Damals, als wir in Indien unterwegs waren, da hat man das gemerkt. In Indien ist es vielleicht alles etwas mühevoller, aber dafür auch viel intensiver. Das Leben ist dort etwas zum angucken, während man sich hier bei und das Leben hauptsächlich im Fernsehen anschaut und selbst dabei nur rumsitzt und zuguckt. Klar, ich will gar nichts sagen gegen all die Annehmlichkeiten im Alltag.. ich nutze sie schließlich auch, aber ich hab immer das Gefühl das uns allen irgendwas abhanden gekommen ist... vor lauter Vereinfachungen und Verschönerungen des Lebens..ist der wahre Inhalt irgendwie nur noch nebensächlich. Jedenfalls habe ich gespart und werde mich bald wieder auf große Tour begeben. Momentan überlege ich, ob ich nicht vielleicht sogar mit dem Auto hin sollte..das wird dann zwar eine sehr lange Fahrt, aber auch gleichzeitig sehr interessant. Schließlich sieht man da schon unterwegs etwas von der Welt und nicht nur kurz von oben aus dem Flugzeug. Ich hab mich im Internet schon über Autos informiert. Wenn, dann sollte es sowieso nur ein gebrauchter Wagen sein. Vielleicht lasse ich das Teil danach auch dort..so wie diesen Rallyes. Das Gute an der Fahrt mit dem Auto ist auch, dass ich mich zu Beginn meiner Reise nicht einmal konkret und unbedingt festlegen muss, wohin ich will... Mein Kumpel Benny wird mich wahrscheinlich begleiten. Endlich wieder Leben! Ich fühle mich als hätte ich die letzte Zeit nur geschlafen... ich freu mich so!
30.4.13 11:51


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Mein geliebtes Feierabendbier

Da wir unseren Jobs als Barkeeper erst am Abend nachgehen mussten, hatten wir den ganzen Tag Zeit um uns die Stadt anzusehen. Zuerst wollten wir uns den alten Stadtteil ansehen. Die orientalischen Stadtviertel dort, die engen Gassen und die vielen Basare waren schon echt faszinierend. Einen coolen Stadtplan haben wir auf Kleinanzeigen Bremen gefunden. Das Getummel der vielen Menschen, die um jede Rupie feilschen, das Chaos auf den Strassen zwischen Rikschah´s, Kühen und Autos. Ein heilloses Durcheinander für uns, aber die Inder schienen ihr Chaos zu lieben und es gelassen zu nehmen. Nach dem vielen rumgelaufe in den Strassen wollten wir uns  ein Bier gönnen, aber auf den Getränkekarten der Restaurants die wir aufsuchten, war nirgends Bier zu finden. Erst nach eindringlichem Nachfragen bekamen wir Bier serviert, allerdings nicht in den dafür üblichen Gläsern. Die Lizenz um in Indien Alkohol auszuschenken ist sehr teuer, erzählte uns später unser neuer Chef. Wenige Restaurants können sich die leisten und tun es daher heimlich. Dabei geht bei Chris und mir doch nix über ein Feierabendbier. Zum Glück hatte Micha, so hieß unser Chef in dem Hotel wo wir wohnten und arbeiten, eine Lizenz und nichts dagegen, wenn wir uns hin und wieder ein Bier nach der Arbeit gönnten. Die meisten Gäste in unserem Hotel waren ebenfalls Deutsche und so fiel uns die Arbeit umso leichter. Da Chris schon als Barkeeper gejobbt hat, war er für die Cocktails zuständig und ich hab mich ums Bier zapfen gekümmert. Die Unterkunft und das Essen bekamen wir tatsächlich frei und da es ein deutsches Hotel war, gabs auch deutsche Köche dort. Da wir aber doch etwas vom Land mitnehmen wollten, gingen wir meist unterwegs essen. Die Gerichte waren nicht unbedingt so scharf, wie wir das erwartet haben, aber doch wahnsinnig würzig, so dass wir hin und wieder doch in unserem Hotel gegessen haben.

26.5.11 11:09


Neu-Delhi

Als wir wieder in die Stadt kamen, waren wir zu k.o. um uns noch nach einem Job umzusehen. Ausserdem dachten wir daran am nächsten Morgen weiterzureisen. Irgenwie war es uns auf dem Land doch nicht so geheuer.

Am Morgen haben wir beschlossen mit dem Zug nach Neu-Delhi zu reisen. Das Landleben war nix für uns, die Jobangebote schmächtig und für uns hätten sie dort schon gar nix gehabt.

Als wir in der Hauptstadt ankamen, kamen uns die Menschen überaus agressiv vor.  Es war sehr eng auf den Strassen. Überall waren Menschen. Menschen zu Fuß, Menschen auf Rädern. Man musste sich fast durch die Massen kämpfen. Als erstes haben wir uns ein billiges Hotel gesucht. Im Pallvi Palace haben wir dann das erste Mal was gegessen, was wir uns nicht selbst mitgebracht haben, denn das haben wir uns auf dem Land auch nicht getraut. Wir waren heilfroh, dass wir dort schon einige Fastfoodketten gesehen haben. Chris und ich dachten sicher beide dasselbe, unzwar Gott sei dank, dass wir nicht verhungern werden. Wir haben uns zwar vorgenommen, uns an die jeweils einheimische Küche ranzutasten, aber für den Anfang waren Burger und Pommes ein Gedicht nach dem Gestank am Ganges. Gestärkt durch altbekannte Küche zogen wir los um uns nach Jobs umzuhören. Der erste Weg führte zu einer Touristeninformation. Dort sagte man uns, dass Zeitarbeitsfirmen in Indien ihre Mitarbeiter gut vermitteln und bezahlen, aber wir könnten auch in jeder beliebigen Bar und jedem beliebigen Restaurant nach einem Job fragen. Gerade im Sommer würden auch die Hotels selber immer Leute für alle möglichen Arbeiten suchen. Vom Service über die Zimmerreinigung bis hin zum Hausmeisterjob. Die Dame schrieb uns ein paar Adressen von Zeitarbeitsfirmen auf und wir machten uns auf den Weg. Das mit der Arbeit im Hotel klang für uns am verlockendsten weil wir die Hoffnung hatten, dadurch auch Kost und Logie frei zu bekommen. Schon im dritten Hotel hatten wir Glück, da der Besitzer auch aus Deutschland kam und wir uns super unterhalten konnten, gab er uns vorläufig einen Job als Barkeeper. Wir holten unsere Sachen aus dem anderen Hotel und zogen dort ein.

13.5.11 13:06


Mein erster Tag in Indien

Hey,

 

ich bin der Flo. Ich bin 27 Jahre und wohne in Dresden. Nachdem ich die Schule beendet habe und bevor ich meine Ausbildung zum Zimmermann begonnen habe, bin ich eine ganze Weile mit meinem besten Freund Chris um die Welt gereist. Viel haben wir nicht in unseren Rucksäcken mitgenommen, weil wir uns vorgenommen hatten zu arbeiten und uns an den jeweiligen Orten alles zu besorgen, was wir so brauchen. Unser erster Aufenthalt in Indien war schon so einigermaßen geregelt, aber was wir dort erlebt haben, das geht auf keine Kuhhaut. Als wir dort ankamen, dachten wir uns, wir nehmen uns ein Taxi zu unserem Hotel, doch das war der erste fatale Fehler. Überhaupt ist Auto zu fahren dort relativ zwecklos, weil in den ländlichen Gegenden dort überall die Bauern mit ihren Kühen auf den Strassen rumrennen und es nur im Schritttempo vorwärts geht. Das billige Hotel, was wir im Vorhinein gemietet haben, war grottig, aber damit haben wir gerechnet. Gleich am ersten Tag hatten wir uns vorgenommen zum Ganges zu fahren, aber als wir in der Nähe waren wurde uns schon übel. Der Gestank war echt widerlich und kaum auszuhalten. Als wir dann etwas näher rankamen, sahen wir, wie die Bauern ihre toten Kühe in den Ganges warfen und was da schon alles an totem Zeug drin rumschwamm. Auch tote Menschen beerdigten sie im Fluss. Sie werden verbrannt und ihre Asche in den Ganges gestreut. Und wenn nicht genügend Feuerholz da ist, werden die Leichen eben so reingeworfen. Erst später erfuhren wir, dass der Ganges für die Hindus heiliges Wasser ist. Sie waschen und baden sich darin um ihre Seele zu reinigen und da Kühe bei ihnen heilige Tiere sind werden auch sie dort drin beerdigt. Und das in der stinkenden Jauche. Uns war das too much und wir sind wieder Richtung Stadt gelaufen um uns nach einem Job umzuhören.

10.5.11 14:19


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